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Analytics24. Oktober 2026/5 min Lesezeit

Amazon Ads Reporting 2026: Was sich ändert und worauf du jetzt achten solltest

Amazon stellt das Reporting in der Advertising Console um. Die bisherigen Berichtsseiten für Sponsored Ads und Amazon DSP werden zum Jahresende durch das neue einheitliche Reporting ersetzt. Für Werbetreibende bedeutet das nicht nur eine neue Oberfläche: Auch bei den verfügbaren Kennzahlen, deren Bezeichnungen und der Auswertung von Daten gibt es Änderungen. Besonders wenn du regelmäßig mit Excel-Tabellen, automatisierten Reportings oder Dashboards arbeitest, solltest du deine bestehenden Auswertungen überprüfen. Wir zeigen dir, was sich beim Amazon Ads Reporting verändert, welche Fristen du beachten solltest und wie du deine bisherigen Berichte auf das neue Reporting umstellst.

Maren

Performance Marketing Managerin

Key Takeaways

Zwei Stichtage im Dezember

Laut Hinweis in der Ads Konsole lassen sich ab dem 17. Dezember 2026 keine alten Berichte mehr erstellen, am 31. Dezember verschwinden die Seiten für Sponsored Ads und Amazon DSP.

Ein Reporting für mehrere Werbeformate

Es ist seit dem 8. Juni 2026 allgemein verfügbar und bündelt Werbeprodukte, Konten und Länder in einem Bericht, auch für amazon.de.

Namen und Attribution ändern sich

Metrik- und Dimensionsnamen wurden geändert, und das Reporting zählt traffic-basiert statt conversion-basiert. Tabellen und Dashboards können deshalb leere Spalten oder abweichende Zahlen zeigen.

Alte und neue Berichte parallel prüfen

Baue jeden wichtigen Bericht neu, lass ihn zwei Zyklen neben dem alten laufen und halte die neuen Spaltennamen in einer Zuordnungstabelle fest.

Bestehende Berichte rechtzeitig sichern

Sichere alle wichtigen Berichte rechtzeitig. Ab dem 17. Dezember können keine neuen Berichte mehr in den alten Berichtsbereichen erstellt werden. Zum Jahresende werden diese endgültig abgeschaltet.

Artikel

Inhalt5 Abschnitte

Was Amazon abschaltet und bis wann

Die klassischen Berichtsseiten für Sponsored Ads und Amazon DSP verschwinden zum 31. Dezember 2026 aus der Amazon Ads Konsole (Ankündigung von Amazon Ads). Ersatz ist das einheitliche Reporting (Unified Reporting): ein Bericht über alle Werbeformate, seit dem 8. Juni 2026 allgemein verfügbar, nachdem es seit November 2025 in der Beta lief (Einordnung von ppc.land).

Auf den alten Berichtsseiten in der Konsole steht inzwischen ein Hinweis mit einem Button „Migration starten“ und einer zweiten, früheren Frist. Die Termine im Überblick:

  • 8. Juni 2026 — einheitliches Reporting ist allgemein verfügbar
  • Jetzt — auf den alten Berichtsseiten erscheint der Button „Migration starten“
  • 17. Dezember 2026 — laut Hinweis in der Konsole der letzte Tag, an dem sich alte Berichte noch erstellen lassen
  • 31. Dezember 2026 — die alten Seiten für Sponsored Ads und Amazon DSP verschwinden

Ab dem 17. Dezember 2026 können in den bisherigen Berichtsbereichen keine neuen Berichte mehr erstellt oder bestehende bearbeitet werden. Vorhandene Berichte bleiben zunächst im Lesemodus verfügbar. Am 31. Dezember 2026 werden die alten Berichtsbereiche endgültig abgeschaltet. Sichere deshalb rechtzeitig alle wichtigen Auswertungen und stelle deine geplanten Reportings auf das neue System um.

Was das einheitliche Reporting kann

Ein einzelner Bericht lässt sich über mehrere Manager- oder Werbekonten, Werbeprodukte und Länder hinweg bauen, mit frei wählbaren Metriken und Dimensionen. Du kannst ihn selbst konfigurieren und planen oder mit einer Vorlage starten (Amazon Ads). Für den Alltag auf amazon.de heißt das: Sponsored Products, Sponsored Brands, Sponsored Display und DSP stehen in einer Auswertung, und wer zusätzlich auf amazon.fr, .it oder .es wirbt, braucht dafür keinen zweiten Bericht mehr. Deutschland ist unter den unterstützten Marktplätzen aufgeführt.

Die Datenbasis ist deutlich tiefer als in den alten Berichten: Tages- und Wochendaten reichen bis zu 15 Monate zurück, Monats-, Jahres- und aggregierte Daten bis zu sechs Jahre. Dazu kommen Vorlagen für beworbene Produkte, Suchbegriffe, Platzierungen, Zielgruppen und Regionen (Beschreibung von Parker-Lambert).

Starte jeden Umzug mit einer Vorlage statt mit einem leeren Bericht. Die Auswahl an Metriken und Dimensionen ist groß genug, um sich darin zu verlieren; eine Vorlage liefert dir zuerst eine Auswertung, die du dann Spalte für Spalte an die alte angleichst.

Was sich für deine bestehenden Reportings ändert

Mit dem neuen Reporting ändern sich teilweise die Bezeichnungen und die Auswahl der verfügbaren Kennzahlen und Dimensionen. Wenn du regelmäßig Berichte exportierst oder mit automatisierten Excel-Tabellen und Dashboards arbeitest, solltest du deshalb prüfen, ob deine bisherigen Auswertungen weiterhin wie gewohnt funktionieren. Auch bei der Darstellung und Zuordnung einzelner Kennzahlen können Unterschiede auftreten. Vergleiche daher die bisherigen und neuen Berichte zunächst für denselben Zeitraum und mit identischen Einstellungen, bevor du deine bestehenden Reportings vollständig umstellst.

Neue Attributionslogik

Mit dem neuen Reporting standardisiert Amazon auch die Attributionslogik und stellt von einer conversion-basierten auf eine traffic-basierte Zuordnung um. Dadurch sollen die Ergebnisse über verschiedene Werbeformate hinweg einheitlicher ausgewertet werden können. Bei Vergleichen mit bisherigen Berichten können deshalb Abweichungen auftreten. Gerade wenn du die Entwicklung deiner Werbeperformance über längere Zeiträume vergleichst, solltest du diese Unterschiede berücksichtigen (ACOS und TACOS im Vergleich).

Vergleiche alte und neue Berichte nie ungeprüft in einer Reihe. Erst wenn du für denselben Zeitraum beide Versionen nebeneinander gelegt hast, weißt du, wie groß die Abweichung bei deinem Konto ist.

Der Umzug in fünf Schritten

  1. Inventur: Notiere alle geplanten Berichte auf den alten Seiten, wer sie bekommt und welche Tabellen, Dashboards oder Makros daran hängen.
  2. Migration: Nutze das Migrationstool oder lege deine Berichte im neuen Reporting manuell an. Beachte dabei, dass nicht alle bisherigen Berichtstypen und Kennzahlen automatisch übernommen werden können. Prüfe deshalb anschließend, ob deine wichtigsten Auswertungen vollständig und korrekt dargestellt werden.
  3. Parallellauf: Lass jeden wichtigen Bericht zwei Zyklen neben dem alten laufen, mit gleichem Zeitraum, gleichen Konten und gleichen Filtern.
  4. Zuordnung: Halte in einer eigenen Tabelle fest, welcher alte Spaltenname zu welchem neuen gehört, und stelle Formeln und Importe darauf um. Bei Abweichungen prüfst du zuerst die Attribution, dann Filter und Zeitraum.
  5. Archiv: Erstelle und exportiere alle Berichte, die du auch 2027 noch benötigst, rechtzeitig vor dem 17. Dezember. Mit der endgültigen Abschaltung zum Jahresende stehen die bisherigen Berichtsbereiche nicht mehr zur Verfügung.

Wer viele Konten oder mehrere Marktplätze betreut, sollte mit dem Bericht anfangen, der die meisten Entscheidungen speist, zum Beispiel dem Suchbegriffsbericht für die Kampagnenpflege. Er zeigt am schnellsten, ob die Zuordnung der Spaltennamen passt.

Unser Fazit: umfassend und flexibel, am Anfang erschlagend

Wir mögen das neue Reporting. Es ist umfassend und flexibel, und Auswertungen, für die früher zwei Berichte von Hand zusammengeführt wurden, sind jetzt ein Klick. Gerade auf den ersten Blick wirkt es aber erschlagend, weil Metriken und Dimensionen frei kombinierbar sind. Unser Vorgehen: mit einer Vorlage beginnen, nur die Kennzahlen übernehmen, die in euren Tabellen heute schon stehen, und erst nach dem Parallellauf erweitern. Bis Mitte Dezember ist dafür noch Zeit, wenn du jetzt anfängst.

Über den Autor

Maren

Performance Marketing Managerin

Als Teil des AMZ Advertise Teams unterstützt Maren Marken dabei, ihre Amazon Advertising Performance nachhaltig zu verbessern.

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