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Die harten Termine für die Prime Big Deal Days 2026
Update 15. September 2026: Die Eventtage sind bestätigt. Die Prime Big Deal Days 2026 finden am Dienstag, 6. und Mittwoch, 7. Oktober statt (Ankündigung von Amazon), Deutschland gehört zu den 22 teilnehmenden Ländern. Damit stehen jetzt auch die abgeleiteten Termine fest: Zielgruppenaufbau ab dem 22. September, Budgeterhöhung vom 1. bis 3. Oktober, Reset von Geboten und Budgets bis zum 21. Oktober. Die Deal-Frist für Europa am 23. September bleibt unverändert.
Für das Event am 6. und 7. Oktober sind vor allem drei Termine wichtig, zwei davon liegen im September – genauso wie die Auswahl der richtigen Produkte. Denn Rabatte und höhere Klickpreise müssen sich am Ende auch wirtschaftlich rechnen.
- 6. Juli 2026 – Amazon hat das Einreichfenster für Best Deals, Blitzangebote und Prime-exklusive Rabatte in Europa geöffnet (Übersicht der Einreichfenster)
- 5. August 2026 – Early-Bird-Frist für die reduzierte Aktionsgebühr, abgelaufen
- 9. September 2026 – dein Bestand sollte im europäischen Logistikzentrum angekommen sein, damit die Artikel im Event das Prime-Logo tragen (UK: 16. September)
- 23. September 2026 – letzter Tag, um Deals für die europäischen Marktplätze einzureichen
- 6. und 7. Oktober 2026 – die Eventtage, von Amazon am 15. September bestätigt (Dienstag und Mittwoch, 48 Stunden)
- 15. Oktober 2026 – Start der Hochsaison-Versandgebühr, also erst nach dem Event
Warum überall der 8. September steht
Der 8. September wird häufig als Deadline für die Prime Big Deal Days kommuniziert – gilt allerdings für den US-Marktplatz. Für die verschiedenen Marktplätze gelten unterschiedliche Einreichungsfristen: In den USA endet die Frist am 8. September, in Kanada am 29. September und in Europa können Deals vom 6. Juli bis zum 23. September eingereicht werden.
Für Seller auf amazon.de ist daher die europäische Deadline entscheidend. Trotzdem empfehlen wir, mit der Einreichung nicht bis zum 23. September zu warten. Wird ein Deal beispielsweise von Amazon abgelehnt oder muss noch einmal angepasst werden, bleibt bei einer frühzeitigen Einreichung genügend Zeit, um entsprechend zu reagieren.
Der 23. September ist die äußere Klammer, nicht dein Planungsdatum. Die tatsächlichen Cutoffs stehen pro Deal-Typ und pro Konto im Deals-Dashboard in Seller Central, und Amazon weist selbst darauf hin, dass einzelne davon früher liegen können (Peak-Season-Ankündigung im Seller-Forum). Öffne das Dashboard, bevor du planst – nicht danach.
Der Eventtermin ist bestätigt: 6. und 7. Oktober
Amazon hat am 15. September 2026 die Eventtage veröffentlicht: Die Prime Big Deal Days laufen am Dienstag, 6. und Mittwoch, 7. Oktober, in 22 Ländern inklusive Deutschland (Ankündigung von Amazon). Das Muster der Vorjahre bleibt damit erhalten, 2024 lag das Event am 8. und 9. Oktober, 2025 am 7. und 8. Oktober. Für Bestand, Deal-Auswahl und Kalkulation ändert der Termin nichts, das gehört ohnehin in den September. Konkret wird jetzt die Werbe- und Budgetsteuerung: Zwischen Deal-Frist und Event liegen 13 Tage, die Budgeterhöhung fällt auf den 1. bis 3. Oktober, und das Event endet acht Tage vor dem Start der Hochsaison-Versandgebühr am 15. Oktober.
Deal-Typen, Gebühren und Eignungskriterien auf amazon.de
Für die Prime Big Deal Days kommen mehrere Aktionsformate infrage. Welches davon sinnvoll ist, hängt nicht nur vom möglichen Rabatt ab, sondern auch davon, wie viel Sichtbarkeit ein Produkt braucht und wie viel Marge vorhanden ist.
Best Deal – läuft über mehrere Tage bis Wochen, erscheint auf der Angebotsseite und trägt einen Rabatthinweis auf der Produktseite. Längste Wirkung, geringster Steuerungsaufwand.
Blitzangebot – wenige Stunden mit prominenter Platzierung auf der Angebotsseite. Höchste Sichtbarkeitsspitze, aber ein enges Fenster, in dem Bestand und Werbung zusammenpassen müssen.
Prime-exklusiver Rabatt – Preisnachlass nur für Prime-Mitglieder, ohne festes Zeitfenster. Passt zu einem Prime-only-Event und lässt sich am flexibelsten steuern.
Die Gebühr für Best Deals und Blitzangebote setzt sich aus zwei Teilen zusammen. Auf amazon.de liegt die Fixgebühr bei 16 Euro pro Aktion; die Early-Bird-Einreichung bis zum 5. August hätte 5 Euro davon gespart. Dazu kommt ein umsatzabhängiger Anteil von 0,75 Prozent des Aktionsumsatzes (Gebührenübersicht nach Marktplatz). Bei 3.000 Euro Aktionsumsatz sind das 38,50 Euro Aktionsgebühr – bei 20 Prozent Rabatt stehen dem 600 Euro Preisnachlass gegenüber.
Formel
Deal-Kosten = 16 € Fixgebühr + 0,75 % AktionsumsatzDie verpasste Early-Bird-Frist wäre für uns kein Grund, auf einen wirtschaftlich sinnvollen Deal zu verzichten. Viel entscheidender sind Rabatt, Werbekosten und Deckungsbeitrag. Wenn ein Deal nur wegen ein paar Euro weniger Aktionsgebühr funktioniert, ist die Kalkulation ohnehin zu knapp.
Preis- und Teilnahmeberechtigung prüfen
Ein wichtiger Punkt ist die Preis- und Teilnahmeberechtigung. Amazon knüpft die Formate an eigene Anforderungen an Rabatthöhe, Preisniveau und Bewertung: Für Blitzangebote in Prime-Events sind es in der Regel mindestens 20 Prozent Rabatt, ein Preis auf Jahresbestniveau und mindestens 3,5 Sterne (Anforderungsübersicht für Prime-Events). Für Prime-exklusive Rabatte liegt die Schwelle niedriger: mindestens 10 Prozent auf den regulären Preis, Zustand neu, mindestens 3 Sterne oder noch keine Bewertung (Kriterien für Prime-exklusive Rabatte).
Die konkrete Berechtigung und der maximal zulässige Aktionspreis sollten trotzdem immer direkt in Seller Central geprüft werden – dort zieht Amazon den Referenzpreis der zurückliegenden Wochen heran. Wer vor dem Event bereits stark mit Preisaktionen oder Coupons gearbeitet hat, kann sich damit die Ausgangslage für Oktober verschlechtern: Der ausgewiesene Rabatt bemisst sich am eigenen, schon gesenkten Referenzpreis. Deshalb trägt eine Kalkulation vom Juli im September häufig nicht mehr.
Wer mit einem Deal antreten sollte – und wer besser nicht
Bei Deal-Events geht es für uns nicht darum, pauschal mehr Budget auszugeben. Wir prüfen zunächst, welche Produkte einen zusätzlichen Rabatt und gleichzeitig höhere Klickpreise wirtschaftlich tragen können. Denn nicht für jedes Produkt lohnt sich die Teilnahme an einem Deal. Aus unserer Erfahrung gibt es vor allem drei Konstellationen, in denen ein Deal sinnvoll ist – für andere Produkte kann ein kleineres Aktionsformat die bessere Wahl sein.
Abverkauf. Produkte, die ohnehin raus müssen – zum Beispiel Saisonauslauf, Vorgängermodelle oder Überbestand. Hier kann ein stärkerer Rabatt sinnvoll sein, wenn dadurch gleichzeitig Lagerbestand und zukünftige Lagerkosten reduziert werden. Im Oktober kommt dazu, dass Ware, die das Logistikzentrum vor dem 15. Oktober verlässt, noch zum Normaltarif versandt wird.
Hohe Marge. Produkte mit hoher Marge können Rabatt und höhere Werbekosten eher tragen. Das ist die Konstellation, in der ein Deal nicht nur Zusatzumsatz, sondern auch Zusatzgewinn erzeugen kann.
Bewusst gekaufte Sichtbarkeit. Bei Neuprodukten kann es strategisch sinnvoll sein, kurzfristig weniger Marge in Kauf zu nehmen, um Reichweite, Verkäufe und Ranking aufzubauen – aber bewusst, mit klarem Budget und Ziel und einem Datum, an dem gemessen wird.
Wann eher kein großer Deal?
Bei sehr dünnen Margen oder in Kategorien mit dauerhaftem Preiskampf würden wir genau hinschauen. Ein hoher Rabatt kann zwar kurzfristig Umsatz bringen, aber gleichzeitig die Profitabilität stark belasten und die zukünftige Preisstrategie erschweren. Der größte Posten ist dabei oft nicht die Aktionsgebühr und auch nicht der Rabatt selbst, sondern die Jahresbestpreis-Anforderung des Blitzangebots: Sie senkt den Referenzpreis, von dem aus jeder weitere Deal bewertet wird. Wer im Oktober auf den niedrigsten Preis des Jahres geht, startet danach jede weitere Aktion von diesem Niveau aus. In der Event-Auswertung taucht das nicht auf, weil sich der Effekt über die folgenden Monate verteilt.
Die Alternative zum Blitzangebot ist nicht „gar nicht teilnehmen“. Ein Prime-exklusiver Rabatt greift ab 10 Prozent und ohne Jahresbestpreis-Anforderung, ein Coupon lässt dich die Rabatthöhe frei wählen und kostet keine Aktionsgebühr. Beide erzeugen einen sichtbaren Preisvorteil im Event, ohne die Preisstruktur für den Rest des Jahres zu verschieben.
Oktober und Black Week gemeinsam planen
Die Prime Big Deal Days sollten nicht isoliert betrachtet werden. Wenige Wochen später folgt bereits die Black Friday Week. Deshalb planen wir Preisaktionen, Bestand und Werbebudget für Oktober und November möglichst gemeinsam – und nicht in zwei getrennten Kalkulationen.
Der Grund liegt im Referenzpreis: Amazon bestimmt den maximal zulässigen Deal-Preis über ein Lookback-Fenster der zurückliegenden 30 und 60 Tage. Aktionspreise der Prime Big Deal Days sollen davon nach aktueller Kommunikation ausgenommen sein, also nicht in die November-Betrachtung einfließen (Auswertung der Fristen und Preisregeln). Bestätigen lässt sich das im Zweifel nur im Deals-Dashboard, wenn der November-Deal eingereicht wird.
Diese Ausnahme ist ausdrücklich für Aktionspreise der Prime Big Deal Days formuliert – nicht für alles, was daneben läuft. Zusätzliche Preisaktionen zwischen den Events, etwa Coupons, Rabattaktionen oder dauerhafte Preissenkungen, sollten deshalb auf ihren Einfluss auf spätere Referenzpreise geprüft werden. Wer im November einen Best Deal fahren will, ist in der zweiten Oktoberhälfte mit zusätzlichen Rabattexperimenten vorsichtig.
Wie du prüfst, ob ein rabattierter Preis inklusive erhöhter Werbekosten überhaupt noch Deckungsbeitrag trägt, haben wir in Prime Day ohne Margenverlust im Detail durchgerechnet.
Warum der Oktober logistisch das günstigere Event ist
Die Hochsaison-Versandgebühr beginnt für ausgewählte FBA-Bestellungen am 15. Oktober 2026. In Amazons Tarifübersicht steht es wörtlich: „Die Versandgebühr für die Adventszeit/Hochsaison für Versand durch Amazon (außer Bekleidung) gilt vom 15. Oktober 2026 bis zum 14. Januar 2027“ (FBA-Tarifübersicht, gültig ab 1. Juli 2026). Das Event am 6. und 7. Oktober fällt damit noch vollständig in den Normaltarif, mit acht Tagen Abstand.
Pro Einheit ist der Unterschied klein – ein Standardpaket bis 900 Gramm kostet auf amazon.de 3,44 statt 3,66 Euro – bei hohen Stückzahlen kann er trotzdem relevant werden. Betroffen sind vor allem Kleine Pakete und Standardpakete; Umschläge, Übergrößenklassen und Bekleidung bleiben laut Tarifübersicht unverändert. Welche Klasse deine Hauptumsatzträger treffen, entscheidet also darüber, ob die Hochsaison für dich überhaupt ein Kostenthema ist.
Gleichzeitig würden wir nicht pauschal zu viel Ware früh einlagern. Die Bestandsfrist für die Prime Big Deal Days liegt am 9. September, die für die Black Friday Week am 21. Oktober. Für kompakte, schnell drehende Artikel ist eine gemeinsame Anlieferung sinnvoll: ein Wareneingang, kein zweites Zeitfenster, das in der Hochphase der Logistikzentren verpasst werden kann. Für sperrige oder langsam drehende Artikel gilt das nicht – Bestand, der ab September liegt, läuft ab dem 1. Oktober in die erhöhten Lagergebühren des vierten Quartals. Entscheidend bleiben Lagerreichweite und Abverkauf: Was im Oktober im Deal ist, kommt zur September-Frist. Was nur für die Black Week gedacht ist, trifft die Frist am 21. Oktober mit Puffer, aber nicht Wochen vorher.
Werbung: was Amazon Ads für Deal-Events selbst empfiehlt
Amazon Ads beschreibt für große Deal-Events ein Drei-Phasen-Modell: Vorlauf, Event, Nachlauf über zwei Wochen – mit einem Budget, das über alle drei Phasen verteilt wird statt in zwei Tagen zu verpuffen (Amazon Ads: Advanced Advertising Strategies). Als Startwert nennt Amazon eine Erhöhung von 20 bis 30 Prozent, beginnend drei bis fünf Tage vor dem Event – nicht erst am Eventtag und nicht schon drei Wochen vorher. Für den 6. Oktober heißt das: Budgeterhöhung zwischen dem 1. und 3. Oktober.
Vorlauf: mehr Klicks, weniger Bestellungen
Vor Deal-Events sehen wir häufig mehr Recherche und Klicks, während Kunden mit dem Kauf warten. Conversion Rate und ACOS verschlechtern sich in dieser Phase also, ohne dass an den Kampagnen etwas falsch ist. Deshalb würden wir nicht automatisch Budgets und Gebote reduzieren. Entscheidend ist, ob die zusätzliche Reichweite sinnvoll ist und welche Produkte im Event tatsächlich gepusht werden sollen.
Die zwei Wochen vor dem Event, also ab dem 22. September, eignen sich außerdem für den Zielgruppenaufbau. Retargeting-Zielgruppen, die angelegt werden, bevor die CPM-Preise anziehen, sind in der Anlage deutlich günstiger als dieselben Zielgruppen im Event. Für Marken mit DSP-Zugang ist das der Hebel, der das Event von der Sponsored-Ads-Auktion entkoppelt – die Voraussetzungen dafür stehen in Amazon DSP für Seller-Brands.
Event: Kampagnenmix und Pacing
Ein Unterschied zum Prime Day, der die Budgetsteuerung verändert: Prime Day lief 2026 über vier Tage, vom 23. bis 26. Juni. Die Prime Big Deal Days sind zwei, der 6. und 7. Oktober. Dieselbe Budgetsumme verteilt sich damit auf die Hälfte der Zeit, der Peak ist schärfer, und die Verteilung innerhalb des Tages wird wichtiger als die Verteilung über die Tage.
Während des Events ist das Budget-Pacing besonders wichtig. Kampagnen, die schon am Vormittag ihr Tagesbudget ausschöpfen, können spätere Nachfrage verpassen – und eine Erhöhung um 20 bis 30 Prozent hilft nur, wenn sie nicht in derselben Vormittagsspitze verschwindet. Deshalb budgetlimitierte Kampagnen eng prüfen und Budgets gezielt nachsteuern; Gebotsanpassungen sind im Event die zweite Priorität.
Nachlauf: Gebote und Budgets zurücksetzen
Nach dem Event sollten erhöhte Gebote und Budgets wieder auf ein normales Niveau zurückgeführt werden. Bleiben Event-Einstellungen unbemerkt aktiv, kann das den TACOS über das gesamte Sortiment noch Wochen später belasten. Den Reset-Termin deshalb direkt mit der Budgeterhöhung einplanen, für dieses Event spätestens den 21. Oktober.
Checkliste bis zum Event
- Deals-Dashboard in Seller Central öffnen und die kontospezifischen Cutoffs je Deal-Typ notieren – nicht mit dem 23. September rechnen
- Deal-Kandidaten nach Deckungsbeitrag beim rabattierten Preis sortieren, inklusive realistisch erhöhtem Werbekostenanteil
- Referenzpreis der letzten Wochen je ASIN prüfen: reicht der geplante Deal-Preis für die 20-Prozent-Anforderung noch aus?
- Bestand für alle Deal-ASINs bis 9. September ins Logistikzentrum bringen, Wareneingang aktiv nachverfolgen
- Prime-exklusive Rabatte als Alternative für ASINs prüfen, die die Blitzangebot-Kriterien nicht erfüllen
- Rabattaktionen und Coupons ab Mitte Oktober zurückhalten, damit der November-Deal-Preis nicht durch den eigenen Referenzpreis blockiert wird
- Zielgruppenaufbau ab dem 22. September starten, Budgeterhöhung erst vom 1. bis 3. Oktober
- Brand Store um eine Event-Seite mit den Deal-Produkten ergänzen und Sponsored Brands darauf verlinken
- Reset-Termin für Event-Gebote und -Budgets fest einplanen: bis zum 21. Oktober, zwei Wochen nach Eventende
Die eigentliche Arbeit liegt in der Auswahl der richtigen ASINs: Welche Produkte können Rabatt und höhere Werbekosten tragen? Wo lohnt sich bewusst gekaufte Sichtbarkeit? Und wo bringt ein Deal zwar Umsatz, aber wirtschaftlich wenig? Genau diese Fragen sollten vor der Budgetplanung beantwortet werden – im kostenlosen Erstgespräch gehen wir sie gemeinsam an deinen Zahlen durch.
Häufige Fragen
01Wann genau finden die Prime Big Deal Days 2026 statt?
Wann genau finden die Prime Big Deal Days 2026 statt?
Am Dienstag, 6. und Mittwoch, 7. Oktober 2026, jeweils 48 Stunden Deals für Prime-Mitglieder. Amazon hat den Termin am 15. September bestätigt, Deutschland ist eines der 22 teilnehmenden Länder (Ankündigung von Amazon). Für dich als Händler auf amazon.de ändert der Termin die Fristen nicht: Deals müssen bis zum 23. September eingereicht sein, der Bestand sollte seit dem 9. September im Logistikzentrum liegen. Der Termin liegt außerdem acht Tage vor dem Start der Hochsaison-Versandgebühr am 15. Oktober, Event-Verkäufe laufen also noch zum Normaltarif.
02Was passiert, wenn mein Bestand erst nach dem 9. September ankommt?
Was passiert, wenn mein Bestand erst nach dem 9. September ankommt?
Dein Deal wird dadurch nicht automatisch abgelehnt, aber er verliert einen wichtigen Conversion-Treiber, wenn das Prime-Logo im Event fehlt. Die Frist ist eine Empfehlung für den Wareneingang, keine harte Sperre – verlässlich planbar ist ein späterer Termin aber nicht, weil die Bearbeitungszeit im September steigt. Prüfe im Zweifel, ob du die betroffenen ASINs über Seller Fulfilled Prime absicherst, und zieh Deals für ASINs ohne rechtzeitigen Bestand lieber zurück, als sie ohne Prime-Logo laufen zu lassen.
03Bleibt der Ranking-Effekt aus dem Event bestehen, wenn der Deal ausläuft?
Bleibt der Ranking-Effekt aus dem Event bestehen, wenn der Deal ausläuft?
Teilweise – und ob der Rest bleibt, entscheidet sich nach dem Event, nicht während. Die Verkaufsgeschwindigkeit im Event verbessert die organische Position real, dieser Effekt verfällt aber, wenn die Verkäufe danach auf das Vorniveau zurückfallen. Entscheidend ist, ob deine Produktseite ohne Rabatt konvertiert: Kommt die Conversion Rate nach dem Deal-Ende wieder auf den alten Wert, hält ein Teil der gewonnenen Position; bricht sie ein, weil nur der Preis überzeugt hat, ist die Position meist innerhalb weniger Wochen wieder da, wo sie vorher war. Der stabilere Gewinn aus einem Deal-Event sind deshalb oft nicht die Rankings, sondern die Bewertungen aus dem zusätzlichen Bestellvolumen – vorausgesetzt, die automatisierte Rezensionsanfrage läuft für alle beteiligten ASINs.
04Zählt der Oktober-Umsatz gegen mein Kapazitätslimit für November?
Zählt der Oktober-Umsatz gegen mein Kapazitätslimit für November?
Ja, und zwar in beide Richtungen. Das FBA-Kapazitätslimit richtet sich unter anderem nach deiner Verkaufsgeschwindigkeit und der Bestandsleistung der Vorwochen – ein starkes Oktober-Event verbessert damit tendenziell die Ausgangslage für die Nachlieferung im November. Umgekehrt kann Bestand, der nach dem Oktober-Event liegen bleibt, Kapazität blockieren, die du für die Black Week brauchst. Behandle die beiden Events deshalb als eine Kapazitätsplanung: Was du im Oktober anlieferst, sollte im Oktober auch verkauft werden können.
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Über den Autor

Maren Lindemans
Performance Marketing Managerin
Als Teil des AMZ Advertise Teams unterstützt Maren Lindemans Marken dabei, ihre Amazon Advertising Performance nachhaltig zu verbessern.